Isolierendes (expandiertes) Korkgranulat

Bei der Wahl einer Dämmung bleibt man hierzulande gerne auf der sicheren Seite. Verständlich – denn wer möchte schon ein Risiko eingehen? Doch oft hält Altbewährtes nicht Schritt mit den heutigen Anforderungen. Mit expandierten Korkgranulat entscheidest du dich für eine nachhaltige und praktische Lösung. Das hochwertige Naturmaterial eignet sich hervorragend für schwer zugängliche Stellen, an denen starre Dämmplatten an ihre Grenzen stossen. Zudem bietet es eine ausgezeichnete Isolationsleistung – oftmals besser als konventioneller Kork.




Expandiertes Korkgranulat: Wissenswertes zu Eigenschaften, Körnungen und Einsatzmöglichkeiten!

IN WELCHEN KORNGRÖSSEN WIRD DAS GRANULAT ANGEBOTEN?

Je nach geplantem Einsatz stehen vier Kornfraktionen zur Wahl: 2–4 mm, 2–9 mm, 4–8 mm sowie 3–15 mm.

WAS ZEICHNET EXPANDIERTEN KORK ALS DÄMMSTOFF AUS?

Expandierter Kork ist ein natürlicher, ressourcenschonender Dämmstoff, der aus der Rinde der Korkeiche hergestellt wird. Aus demselben Rohstoff entstehen auch die bekannten Korkzapfen für Weinflaschen. Nach der Verarbeitung liegt das Material als Granulat vor: Es besteht aus unregelmässig geformten, leichten Körnern mit einer ausgeprägten dunkelbraunen Färbung.

Die besonderen Materialeigenschaften entstehen durch ein thermisches Verfahren. Dabei wird naturbelassener Kork auf hohe Temperaturen erhitzt, ganz ohne chemische Zusätze. Durch die Wärmeeinwirkung wird Suberin freigesetzt, ein natürlicher Bestandteil des Korks, der als Bindemittel wirkt. Gleichzeitig vergrössert sich das Volumen, und der Kork nimmt eine tiefbraune Farbe an. Es bildet sich eine leichte, aufgeblähte Struktur mit zahlreichen Poren. Dadurch bietet expandierter Kork eine höhere Dämmwirkung als gewöhnlicher Naturkork: Er hält Wärme wirksamer zurück und kann Schall besonders gut absorbieren.

WO KANN EXPANDIERTES KORKGRANULAT EINGESETZT WERDEN?

Besonders bewährt sich das Granulat beim Bauen, Umbauen und Sanieren. Es dient als natürliche Wärme- und Schalldämmung und lässt sich dank seiner rieselfähigen Beschaffenheit auch dort einbringen, wo starre Dämmplatten oder Dämmmatten an ihre Grenzen stossen. Das macht es zu einer praktischen Lösung für unterschiedlichste Hohlräume und Zwischenräume, beispielsweise für:

  • die Dämmung von Estrichböden, Fussböden und Wänden sowie von engen Fugen und schwer zugänglichen Bereichen (die losen Körner lassen sich unkompliziert einfüllen),
  • das Verfüllen von Hohlräumen in Innenwänden, wärmedämmenden Trennwänden und zweischaligen Wandkonstruktionen,
  • Steildächer, bei denen das Granulat als lose Dämmfüllung zwischen den Dachsparren eingesetzt wird,
  • Hohlstellen und ungenutzte Zwischenräume unter Bodenaufbauten,
  • das Schliessen von Spalten und den Ausgleich von Unebenheiten in Decken und Unterböden,
  • Trockenestrichsysteme,
  • Bodenaufbauten mit geringem Eigengewicht.

Auch ausserhalb des Bauwesens lässt sich das Naturmaterial vielseitig verwenden:

  • als Bodensubstrat für Terrarien mit exotischen Tieren (das Material ist zu 100 % natürlich und vollkommen sicher),
  • als dekorative Mulchschicht für Pflanzen und Blumen, etwa als nachhaltiger Ersatz für Pinienrinde,
  • für Filmkulissen, um Erde oder Trümmer darzustellen, insbesondere bei Spezialeffekten mit Explosionen oder Einstürzen,
  • im Modellbau und bei Dioramen, um dunkle, natürliche Erde möglichst realitätsnah nachzubilden.

WIE LANGE BLEIBT DIE DÄMMLEISTUNG ERHALTEN?

Die isolierenden Eigenschaften können bis zu 50 Jahre ohne Leistungseinbussen erhalten bleiben. Expandierter Kork nimmt keine Feuchtigkeit auf, ist unempfindlich gegenüber Schimmelbildung und verrottet nicht.


Wer ein Gebäude saniert oder zusätzliche Dämmung einbringen möchte, kennt das Problem: Nicht jede Öffnung ist gut zugänglich, und nicht jeder Hohlraum hat eine regelmässige Form. Gerade schmale Wandzwischenräume und verwinkelte Stellen lassen sich mit Dämmplatten nur schwer ausfüllen. Häufig wird deshalb zu Montageschaum gegriffen, obwohl auch damit nicht immer alle Bereiche erreicht werden. Eine Schüttung aus Korkgranulat erleichtert solche Arbeiten erheblich. Es braucht weder passgenau zugeschnittene Elemente noch mühsame Anpassungen. Das Granulat wird eingefüllt und gleichmässig verteilt. Dank seiner losen Struktur passt es sich dem vorhandenen Raum an und gelangt selbst in kleine Nischen und enge Fugen.


Bei einer guten Dämmung zählt nicht allein die Wirkung am ersten Tag. Entscheidend ist vielmehr, dass das Material über viele Jahre zuverlässig funktioniert. Niemand möchte eine bereits abgeschlossene Sanierung nach kurzer Zeit wiederholen, weil die Dämmung nachgebessert werden muss. Expandierter Kork ist auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Nach dem fachgerechten Einbringen kann das Granulat seine Aufgabe dauerhaft erfüllen, ohne dass laufend Reparaturen oder erneute Arbeiten nötig werden. Damit eignet es sich für alle, die auf eine beständige und unkomplizierte Dämmvariante setzen möchten.


Hinzu kommt ein Vorteil, der insbesondere bei bestehenden Gebäuden und leichten Konstruktionen wichtig ist: das geringe Gewicht. Wer beispielsweise einen Estrichboden oder eine ältere Deckenkonstruktion dämmen möchte, muss auch die zusätzliche Belastung berücksichtigen. Viele Dämmstoffe bringen vergleichsweise viel Gewicht mit. Bei expandiertem Korkgranulat sieht das anders aus: Die Körner sind ausgesprochen leicht. Dadurch lässt sich eine wirksame Wärmedämmung realisieren, ohne die Konstruktion unnötig zu beschweren. Gute Isolationswerte und ein leichter Aufbau lassen sich so miteinander verbinden.


Auch die Herkunft des Materials spricht für Kork. Für die Ernte der Korkrinde muss kein Baum gefällt werden. Der Korkeiche wird lediglich die äussere Rindenschicht entnommen, die sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise erneuert. Aus dieser nachwachsenden Ressource wird expandiertes Korkgranulat ohne chemische Zusätze und ohne Emissionen bei der Herstellung gewonnen. Häufig stammt die dafür benötigte Energie aus Biomasse. Darüber hinaus leisten Korkeichen selbst einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Sie nehmen ein Mehrfaches an CO₂ auf als viele andere Baumarten und unterstützen damit die Bemühungen gegen den Klimawandel.